Steingarten

Steinegarten mit Pflanztrögen vorm Haus

Die große gepflasterte Fläche vorm Haus sah ziemlich kahl und langweilig aus. Um das Landhausflair auch hier hin zu bekommen, habe ich einige Sandsteine zusammen gestellt. Der größte Sandstein wurde mit einem großen Winkelschleifer wie ein Viehtrog ausgehöhlt und mit einem Bohrloch als Wasserablauf versehen. Kleinere Sandsteine hatte ich mittels Steinbohrer und Meißel mit Mulden versehen. Dabei ist mir auch mal ein Stein zerbrochen, obwohl ich schon eine halbe Stunde daran gearbeitet hatte.
Deshalb habe ich mir mehrere Pflanzgefäße aus Hypertufa angefertigt. Und so geht es:

1. Formenbau Pflanztrog
Je Gefäß benötige ich 2 Pappkartons, die in einander passen, so daß ein Rand von 4 bis 5 cm bleibt. Diese habe ich aus Pappkartons aus dem Discounter mit Hilfe von Klebeband(z.B. Malerkrepp) zusammen gebaut.
Weil ich besonders gründlich bin, habe ich die Kartons mit dem Klebeband zur Stabilisierung beklebt(ist vielleicht gar nicht nötig).

2.Hypertufa herstellen
Dazu braucht Ihr 1,5 Teile Sand, 1 Teil Zement, 1 Teil Torf oder Blumenerde und Wasser.
Erst verrührt Ihr die trockenen Teile in einem Plastikeimer mit einer Kelle. Geht dabei nicht zu dicht mit der Nase an den Eimer ran, das staubt und ist somit ungesund. Sicherheitshalber stülpt ihr Euch einen billigen Mund- und Nasenschutz aus dem Baumarkt über. Dann gießt Ihr nach und nach Wasser dazu, während Ihr rührt, so lange bis eine quarkähnliche, homogene Masse entsteht. Ach ja, bei größeren Mengen ist auch ein Betonquirl für die Bohrmaschine beim Anrühren hilfreich.

3. Befüllen der Form
Die Masse füllt Ihr dann in den größeren Karton bis ca. 4 bis 5 cm Dicke. Dann drückt Ihr einen Korken für das Abflussloch mittig hinein. Stellt den kleineren Karton darauf und füllt ihn mit Sand. Nun noch den Beton in den Rand einfüllen und den Behälter klopfen, damit Luftblasen verschwinden. Die Form hat sich dann ziemlich schnell ausgebeult. Habe dann Ziegelsteine und alte Pflastersteine auf allen vier Seiten dagegen gestellt und das Ganze etwas zusammen geschoben, so daß die Form ausreichend stabilisiert war. Nun nur noch eine Plastiktüte darüber befestigen, damit der Beton nicht zu schnell trocknet und sich keine Risse bilden.

4.Nachbehandlung
Am besten im Schatten 1 bis 1,5 Tage trocknen lassen. Dann kann der Stein vorsichtigst aus seiner Form befreit werden durch Aufschneiden etc.. Die Oberfläche ist glatt und sollte mit einem Messer oder besser einer Töpferschlinge aufgeraut und in Form gebracht werden. Einige tiefe Schrammen mit einem Schraubenzieher lassen den Trog wie behauenen Sandstein wirken.

5.Bepflanzen
Nach weiteren 3 bis 4 Tagen kann er an seinen zukünftigen Standort gebracht und am besten mit Hauswurzen, Sedum oder anderen Sukkulenten bepflanzt werden. Zuvor solltet Ihr den Trog mit Essigwasser abspülen, damit er neutralisiert wird. Sukkulenten können gegossen werden, gedeihen aber ohne Gießen meist besser. Nicht vergessen den Korken rauszuziehen, z.B. mit einem Korkenzieher. Vorsicht, da der Trog noch nicht ganze durchgehärtet ist, besteht Bruch- und Bröckelgefahr.

 

Mittlerweile ist ein Jahr vergangen und die Troege haben eine ähnliche Patina wie ihr es Steingenossen. Wenn Ihr nicht so lange warten wollt, bestreicht sie mit Joghurt .

Advertisements

Veröffentlicht von

Britta Reithmeier

Über mein Abiturfach Kunst habe ich die Sommerakademie in Trier endeckt. Während des Studiums und der Berufstätigkeit waren Kunst und Kunstworkshops meine ständigen Begleiter. Die Freiheit neue Ideen zu spinnen und umzusetzen, macht mich zufrieden. Mit handwerklichem oder künstlerischem Schaffen können wir unseren inneren Frieden finden. Deshalb habe ich mich beruflich verändert und bin seit 2005 Künstlerin und Kunstdozentin für Erwachsene und Kinder in den Bereichen: - Papier- und Clothmache 2004 habe ich durch den amerikanischen Padagogen Dan Reeder, der berühmt für seine humorvoll,gruseligen Papiermachemonster ist, eine Papiermachetechnik gelernt, bei der Stoffe und andere Materialien verwendet werden. Aus den Monstern wurden Haus- oder Fantasietiere, seltsame menschliche Wesen oder sogar robuste Möbel. Über die Jahre habe ich daraus eine eigene Technik entwickelt, das Clothmache. Clothmache ist stabiler, schneller zu erstellen, detailreicher und realistischer als klassisches Papiermache. - Moderne Malerei Aus der Aquarell- und Ölmalerei habe ich zum Acrylmalen und zu Mixed-Media gefunden. Die größte Freude macht mir Mixed-Media, wegen der schier endlosen experimentellen Möglichkeiten und wunderbaren Effekte für die ich Pigmente, Metalle, Rost und Gesteinsmehle verwende. - Floristik und Blumen aus Papier Aus jahrelangen Experimenten hat sich die die Wax-Paper-Flower Technik entwickelt. Wax-Paper-Flowers sind hauchzarter und transparenter als reale Pflanzen und wirken so elfenhaft. Inzwischen verwende ich intensivere Farben und Pigmente und die Form ist auch nicht immer so natürlich. - Textile Techniken, wie Ecoprint(Blätterdruck) und Art Yarn Spinning Handgesponnene Wolle ist viel strukturierter und bei mir auch farbenfroher. Bei der zauberhaften Technik des Ecoprint färben die Blätter selber, sie werden nur noch dauerhaft fixiert. Weitere textile Techniken werden derzeit erprobt. - Möbel: Möbelmalerei und Papierleuchten Am Liebsten recycle ich Möbel mit Geschichte im Industrial, Shabby oder kunterbunten Gypsystil. Ebenso gern gestalte ich zarte Lampen mit Naturpapieren und Draht. - Erlebniskochkurse Biete ich seit Jahren über die VHS-Erlangen an.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s