Workshop Rosen aus Papier

In einem Nachmittagsworkshop am Wochenende in meinem Atelier haben die Kursteilnehmerinnen u.a. diese nostalgischen Rosen geschaffen. Die Papiere haben wir selbst gefärbt und befeuchtet, um die Struktur der Papiere zu gestalten. Damit die Struktur zur Geltung kommt, habe ich die Blüten bei schummriger Beleuchtung abgelichtet. Außerdem haben wir noch gelbe Kohlrosen hergestellt. Die sehen aus wie die großköpfigen historischen Rosen.

Von der Knospe zur offenen Blüte

Die drei Krepppapierrosen spiegeln die Entwicklungsstadien der Rosenblüte wieder – von der Knospe über die gerade offene Blüte bis hin zur Blüte, die beim nächsten Windstoß ihre Blütenblätter verliert. Damit die Knospe nicht so isoliert wirkt, habe ich ihr ein fünfblättriges grünes Blatt gemacht, dessen Ränder mit einer Zackenschere gezackt wurden. Diese 3 Rosen sehen auch in einer schmalen Vase hübsch und natürlich aus, wie ein kleiner Gartenstrauß mal eben gepflückt.

Rosenromantik

Für diesen Rosentopf habe ich gelbrosa Rosen mit großen Blütenköpfen gewählt. Durch das Trocknen wandelte sich die knallgelbe Farbe in lichten Ocker. Das Rosa wurde zu Kirschrot und die Blütenköpfe erhielten den wunderbaren Knittereffekt. Auf einen Birkenreisigkranz geklebt, mit Moos die Lücken gefüllt und in die Mitte eine Kerze so ist ein prächtiger romantischer Rosenkerzentopf entstanden.

Patinierte Rosentöpfe

Die Rosentöpfe wurden mit gefärbtem Gips dünn bestrichen, und etwas patiniert. Ein Trockensteckschaumblock und ein kleiner Heukranz sind die Basis für den Kerzentopf. Darauf wurden getrocknete Rosenblüten, Moos, Flechten und kleine Ästchen befestigt. Gekrönt mit einer weißen Kerze und in einer Reihe dienten sie als festliche Dekoration einer Konfirmation und die Gäste durften sie dann als Geschenk mitnehmen.

Rosenkästchen mit Nigella

Für dieses Rosenkästchen habe ich frische Rosenblütenköpfe in einem Obstdarrer getrocknet, bis sie vollständig getrocknet waren. Da dauert dann ein paar Stunden, erhält aber die Farben besonders gut. Die Rosen wirken danach etwas zerknautscht. In einem Wasserkoche habe ich Wasser erhitzt. In dem Dampf des kochenden Wassers werden die anfangs knochentrockenen Rosenblätter wieder verformbar. Mit den Fingern habe ich die Rosenköpfe in eine ansehnliche Form gedrückt. Alternativ zum Obstdarrer kann man die Rosen auch kopfüber an ihren Stilen mit einem Gummiband zusammengebunden aufhängen, am besten an einem warmen luftigen Ort vor oder über einer Heizung. Die Nigella sollten nicht vorgetrocknet werden, dann haben sie noch eine Zeit lang ihre grüne Farbe, die sonst zu einem hellen Ocker mit Rot verblasst.
Das Gitterkästchen wird aus Hasendraht mit quadratischer Netzstruktur ausgeschnitten. Dabei entstehen 2 Stücke, ein separater Deckel und der für das übrige Kästchen, das über die Tischkante in Form gebogen wird. Aneinandergrenzende Seiten werden mit einem dünnen farblich passenden Eisendraht(z.B. Durchmesser 0,3 mm) zusammengenäht. Der rückseitige Deckel wird erst angenäht, wenn das Kästchen gefüllt wurde. In die Mitte des Kästchen wird mit dem Seitenschneider ein Loch geschnitten, in das das Glasteelicht möglichst genau passt. Damit das Teelicht nicht einfach durchfällt, wird ein kleines Körbchen gebogen und in das Loch eingesetzt und angenäht. Mittlerweile habe ich auch quadratische Glaseinsätze gefunden, die höher sind, so dass sie vom Boden an leicht aus dem Kästchen herausragen. Dann ist natürlich kein Körbchen nötig, da es nicht mehr verrutschen kann.